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                  Häufig gestellte Fragen

                  rund um Reichweite, Kosten und das Tanken an der Steckdose

                  Ihre Fragen zu Elektroauto und Elektro-Mobilität

                  Für 100 Kilometer benötigen Sie zwischen 10 und 20 kWh je nach Fahrzeugtyp, Fahrstil und Streckenprofil. Das ergibt bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh circa 3 bis 6 Euro – bis zu 50 Prozent weniger als bei einem Benziner. In Zukunft werden Sie beim Fahren mit Strom aus erneuerbaren Energien noch mehr Geld sparen können, da diese im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht endlich sind. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Erdöl und des gleichzeitigen Schwindens des Erdölvorkommens werden die Benzinpreise langfristig in die Höhe gehen.

                  Elektroautos, die ausschließlich per Elektromotor angetrieben werden, gibt es vor allem als Klein- und Kompaktwagen. In der Ober- und Mittelklasse sowie bei den SUV dominiert dagegen der Hybridantrieb: Hier teilen sich Elektro- und Verbrennungsmotor die Arbeit – wahlweise als Plug-in-Variante, die sich auch an der Steckdose aufladen lässt, oder als Vollhybrid, bei dem der Elektromotor seinen Strom vom Verbrennungsmotor bekommt.

                  Für alltagstaugliche Autos mit Stromantrieb müssen Sie um die 30.000 Euro einplanen. Förderprogramme für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie Hybridantriebe senken die Anschaffungskosten ab. Autos mit Verbrennungsmotor aus der gleichen Modellreihe sind in der Regel dennoch meistens etwas günstiger. Dafür fallen nach dem Kauf bei Elektroautos weniger Kosten für Treibstoff an. Der Unterschied zwischen Strom- und Kraftstoffkosten ist aber nicht so gewaltig, dass er den Preisunterschied beim Kauf ausgleichen würde. Die vom ADAC berechneten Kilometerkosten, die Kaufpreis und Betriebsausgaben kombinieren, liegen bei Elektroautos fast immer höher als bei vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor. Autos mit Hybridantrieb haben dagegen oft deutlich niedrigere Kilometerkosten.

                  Elektrofahrzeuge sind aktuell noch vergleichsweise teuer in der Anschaffung. Förderprogramme vom Bund sowie den Herstellern senken die Preisunterschiede bei der Anschaffung ab. Im Betrieb sind Elektrofahrzeuge heute schon günstiger als Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben. Somit rentieren sich E-Fahrzeuge, wenn sie viel gefahren werden. Für ein Elektroauto mit einem Stromverbrauch von 20 kWh / 100 km und einem Strompreis von 29 Cent / kWh belaufen sich die Kosten auf 5,8 € / 100 km. Bei derzeitigen Benzin- und Dieselkosten von 1,52 € / l bzw. 1,28 € / l ergeben sich bei einem Verbrauch von 7 l / 100 km (Benziner) bzw.  5 l / 100 km (Diesel) Kosten rund 10,64 € / 100 km für ein Benzinfahrzeug und rund 6,4 € / 100 km für ein Dieselfahrzeug. Zukünftig kann außerdem davon ausgegangen werden, dass die Höhe der Differenz zwischen den unterschiedlichen Antriebsarten weiter auseinandergehen wird, da insbesondere die Diesel- und Benzinpreise durch die sinkenden Erdölvorkommen und die Einführung der CO₂-Besteuerung ab 2021 weiter ansteigen werden.

                  Vergleicht man das Fahrverhalten eines konventionellen mit einem batteriebetriebenen Fahrzeug, so unterscheiden sich diese hauptsächlich zwei Faktoren. Zum einen ist es die Beschleunigung eines Elektrofahrzeugs, die wegen des schnellen Erreichens des maximalen Drehmoments deutlich besser ist als bei konventionellen Antrieben, zum anderen verursachen Elektrofahrzeuge so gut wie keine Motorgeräusche. Außerdem verfügt der Elektromotor nicht über ein Getriebe, weshalb der Fahrer nicht selbst schalten muss und eine ununterbrochene Beschleunigung erfährt. Auch das Bremsverhalten beim Elektrofahrzeug ist anders. Es besitzt neben der herkömmlichen Bremse noch die sogenannte Rekuperationsbremse. Hier wird beim Reduzieren der Geschwindigkeit der Elektromotor als Generator genutzt und kinetische Energie in elektrische umgewandelt. Dabei bremst das Auto und ein Teil der dabei freigesetzten Energie wird zurückgewonnen. Die Rekuperationsbremsen sind teilweise so stark, dass die herkömmliche Bremse nur noch selten verwendet werden muss. Aufgrund der Batterie sind Elektrofahrzeuge etwas schwerer als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und diesbezüglich beim sportlichen Fahren nicht ganz so dynamisch wie ein Verbrenner-Pendant. Diesem Problem kann jedoch mit einem niedrigen Schwerpunkt entgegengewirkt werden.

                  Vor allem verkehrsbedingte lokale Schadstoffemissionen, wie z.B. Feinstaubemissionen und Stickstoffoxide, können auf stark frequentierten Routen deutlich reduziert werden. Die CO₂-Emissionen eines Elektroautos hängen von dem Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix ab. Bei 100 % erneuerbaren Energien fährt ein E-Auto nahezu emissionsfrei. Die CO₂-Emissionen bei der Produktion der Batterie sind hier nicht berücksichtigt. Die CO₂-Bilanz von der Batterieproduktion kann jedoch durch sogenannte „Second-Lifes“ und Recycling wieder deutlich verbessert werden.

                  Die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs hängt maßgeblich von der Batterie des Fahrzeugs ab. Die Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus von Elektroautos wurde zu Anfang mit 100.000 km weit unterschätzt. Mit intelligenten Batteriemanagementsystemen ist die Lebensdauer von Akkus in E-Fahrzeugen nicht mit Akkus von Mobiltelefonen oder Laptops zu vergleichen. Moderne Lithium-Ionen-Akkus können um die 5.000 Ladezyklen aushalten, bis sie aufgrund von zu hohem Kapazitätsverlust ausgetauscht werden sollten. Somit sind sogar 500.000 km Laufleistung und mehr möglich, bis die Batterie ausgetauscht werden muss. Da die Lebensdauer einer Batterie aber von vielen Faktoren abhängt, wie Schnellladenutzung, Umgebungstemperatur, Zyklenzahl und Entladetiefen kann nie genau gesagt werden, wie lange eine Batterie exakt halten wird. Um dennoch eine gewisse Sicherheit zu bieten, gewährleisten viele Automobilhersteller Garantien für Batterien ihrer Elektrofahrzeuge.

                  • Staat und Hersteller fördern Elektroautos, die weniger als 60.000 Euro kosten, beim Kauf mit einer Prämie in Höhe von 4.000 Euro. Für Plug-in-Hybride gibt es immerhin noch 3.000 Euro. Rund 300.000 Fahrzeugkäufe will die Bundesregierung insgesamt bezuschussen.
                  • Reine Elektroautos sind für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Zudem muss das Aufladen beim Arbeitgeber nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden.
                  • Arbeitgeber können den Aufbau von Ladesäulen auf ihrem Betriebsgelände über die Lohnsteuer bezuschussen lassen.
                  • Unternehmen können von der NRW-Bank ein zinsgünstiges Darlehen für Elektrofahrzeuge und die dazugehörige Ladeinfrastruktur erhalten.
                  • Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge / Quelle www.bafa.de

                  Hierfür gibt es keine Limitierung.

                  Elektroautos fahren nahezu emissionsfrei. Trotzdem hinterlassen sie auch einen CO2-Fußabdruck für den Strom, den sie verbrauchen. Jedoch liegen die Treibhausgasemissionen, die ein Elektroauto verursacht, nach einer Studie des Bundesumweltministeriums deutlich unter den Emissionswerten vergleichbarer Autos mit Verbrennungsmotor. Außerdem lassen sich Elektro-autos spürbar anders und oft besser fahren: Der niedrige Geräuschpegel und die flinke Beschleunigung machen sie ideal für den Stadtverkehr.

                  Elektrofahrzeuge sind sehr effizient. Der Wirkungsgrad eines Elektromotors liegt bei rund 90%. Berücksichtigt man Verluste bei der Bereitstellung des Stroms oder dem Beladen der Batterie, so sinkt dieser auf rund 64%. Bei einem Benzinmotor werden hingegen nur 22% der Endenergien in Bewegungsenergie überführt, der Rest der Energie geht als Abwärme verloren. Wird außerdem die Bereitstellung des Kraftstoffes mit einkalkuliert, so sinkt der Wirkungsgrad auf unter 20%. Demzufolge ist ein Elektromotor mehr als dreimal so effizient wie ein Verbrennungsmotor.

                  Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge der neusten Generation können Akkukapazitäten für 400 km und mehr haben. Dies ist für den alltäglichen urbanen Verkehr ausreichend und ermöglicht auch längere Strecken. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ein deutscher Autofahrer im Schnitt weniger als 50 km pro Tag mit dem Auto zurücklegt. Die Reisereichweite lässt sich zudem mit Zwischenstopps an Schnellladestationen innerhalb kurzer Zeit erweitern.

                  Die Reichweite sinkt im Winter, da der Wirkungsgrad eines kalten Akkus kleiner ist und sich damit seine Kapazität verringert. Zum anderen wird auch für die Beheizung des Innenraumes Energie gebraucht. Diese Faktoren wirken sich negativ auf die Reichweite aus.

                  Eine Kfz-Versicherung ist für jedes zugelassene Fahrzeug in Deutschland Pflicht – also auch für Elektrofahrzeuge. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften hat die Antriebsart keinen Einfluss auf die Höhe der Haftpflicht-Prämie. Der Tarif für das Elektrofahrzeug berechnet sich – wie bei normalen Autos – aus der Motorleistung, dem Fahrzeugtyp, dem Alter des Fahrers und anderen Faktoren. Für die Einschätzung des Schadenrisikos wird das vergleichbare Benzinmodell herangezogen.

                  Vorerst für Elektrofahrzeuge, die im Zeitraum vom 18. Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2020 erstmals zugelassen wurden, entfällt die Kfz-Steuer für 10 Jahre. Bei einem Besitzerwechsel bleibt die Restlaufzeit der Steuerbefreiung erhalten. Ebenso gibt es eine steuerfreie Prämie beim Kauf eines Elektroautos. Mit der sogenannten 0,5 Prozent-Regel profitieren Dienstwagenbesitzer, die ihre Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auch privat nutzen. Die Begünstigung ist zunächst bis zum 1. Januar 2022 befristet. Auf dem Autogipfel im November 2019 wurde beschlossen, dass die Steuer auf E-Firmenwagen nochmals um 0,25 % halbiert werden soll. Arbeitnehmer, die ihr Elektroauto am Arbeitsplatz aufladen, müssen darauf keine Steuern mehr zahlen. Diese Regelung bezieht sowohl Privat-Autos als auch privat genutzte Dienstwagen ein. Auch im Bereich der Ladeinfrastruktur können Arbeitgeber ihre Angestellten unterstützen: Stellt dieser eine Ladestation zum Aufladen eines Elektrofahrzeugs unentgeltlich bzw. vergünstigt zur Verfügung, fallen dafür keine Steuern für den Arbeitnehmer an. Bisher waren diese beiden Maßnahmen bis Ende 2020 befristet, werden aber nun bis Ende 2030 verlängert.

                  Reine Elektroautos besitzen keine Kühl- und Abgasanlagen, keinen Anlasser und keine Kupplung. Auch Öl oder Zündkerzen müssen nicht gewechselt werden. Laut Institut für Automobilwirtschaft (IFA) liegen die Wartungs- und Reparaturkosten für Elektrofahrzeuge 35 Prozent unter denen für Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

                  Da die ADAC-Mitarbeiter bereits seit 2010 für den Service an batteriebetriebenen Fahrzeugen ausgebildet sind, kann man sich im Falle einer Panne an diese wenden.

                  Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km und einem angenommenen Verbrauch von 20 kWh / 100 km beträgt der Stromverbrauch pro Jahr etwa 3.000 kWh. Mit einem Strompreis von 30 Cent / kWh entspricht dies 900 € / Jahr. Bei der Abrechnung des Ladevorgangs an einer öffentlichen Ladestation gibt es verschiedene Möglichkeiten: Eine zeitabhängige, eine mengenmäßige sowie eine pauschale Abrechnung, etwa pro Ladevorgang oder pro Monat.

                  Für das Thema Lebensdauer gibt es noch keine Langzeiterfahrungen. Betriebstemperatur, Häufigkeit und Intensität des Ladens beeinflussen die Haltbarkeit der Batterie. Die Hersteller garantieren Laufleistungen zwischen 100.000 und 160.000 Kilometern und mehrere Tausend Lade- und Entladezyklen.
                  Die hohe, in der Batterie gespeicherte Energie sowie leicht entzündliche Materialien verunsichern viele. Mittlerweile haben Lithium-Ionen-Batterien durch Standards und Normen eine hohe Sicherheitsstufe erreicht. Ein Batterie-Management-System überwacht und reguliert Stromstärke, Spannung, Temperatur und Ladezustand. Unfalltests zeigen zudem, dass Fahrer von Elektrofahrzeugen keinen höheren Risiken ausgesetzt sind als Fahrer konventioneller Autos.

                  Die Gefahr von brennenden Akkus, verglichen mit brennendem Kraftstoff, wird in etwa gleich eingeschätzt. Bei einem Unfall fehlt es den Rettungskräften allerdings noch an Vorkenntnissen und Erfahrung mit dem neuen, noch seltenen Fahrzeugtyp. Daher wird vom ADAC eine Rettungskarte gefordert, die in jedem Auto hinter der Sonnenblende verstaut werden sollte.

                  Grundsätzlich müssen alle Fahrzeuge, die eine Zulassung bekommen, gesetzliche Anforderungen erfüllen, die ein Höchstmaß an Sicherheit für die Nutzer gewährleisten sollen. Darunter fallen auch Elektrofahrzeuge. Die Fahrzeugbatterie wird permanent durch ein intelligentes Batteriemanagementsystem überwacht. Kommt es zu einem Unfall, wird die Batterie sofort vom System getrennt, damit keine Spannung mehr anliegt. So wird die Gefahr von weiteren Schäden minimiert. Das Risiko eines Brandes durch Unfälle ist laut ADAC vergleichsweise gering.

                  Der größte Kostenbetreiber bei einem Elektrofahrzeug ist bisher die Batterie. 2014 lag der Preis von Lithium-Ionen-Akkus noch bei 400 €/kWH. Das war der Grund, warum Elektrofahrzeuge teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb waren. Dies könnte sich jedoch in Zukunft ändern. Mittlerweile sind die Mehrkosten für Batterien auf 107 € / kWh gesunken (Stand 2019). Bei einer Batteriekapazität von 33 kWh (BMW i3) entspricht dies nur noch einem Aufpreis von rund 3.531 €. Mit fortschreitender Technologie und steigender Nachfrage kann demnach angenommen werden, dass sich diese Entwicklung auch zukünftig fortsetzen wird. Für das Jahr 2020 wurde ein Preis von 84€ / kWh für Batterien prognostiziert. Somit ist es möglich, dass Elektroautos preislich bald mit konventionellen Fahrzeugen mithalten können.

                  Traktionsbatterien werden nach dem Einsatz im Auto häufig weiter als Stationärspeicher betrieben (70-80% Restkapazität). Nach diesem Einsatz wird die Batterie dann recycelt. Für das Recycling gibt es Spezialisten, um das wertvolle Lithium zurückgewinnen.

                  Die Schwacke-Liste ermittelt ähnliche Werte wie bei Verbrennern. Allgemein wird dazu geraten, die Batterie zu leasen, um einen starken Wertverlust zu vermeiden.

                  Eine generelle Aussage ist hier nicht möglich, da dies wesentlich vom Modell abhängig ist. Oft werden die Fahrzeuge jedoch bei einer bestimmten Geschwindigkeit abgeregelt, um die Batterie zu schonen. Die meisten Klein- und Mittelwagen erreichen Höchstgeschwindigkeiten zwischen 150 und 200 km/h. Demgegenüber stehen Modelle der Oberklasse, welche mehr als 200 km/h erreichen können.

                  Nein. Das Kennzeichen kann beantragt werden, muss es aber nicht. Es besteht auch keine Ummeldepflicht für Autos, die bereits vor dem 26.09.2015 angemeldet waren. Ohne das E-Kennzeichen genießen Sie allerdings auch keine Vorteile, wie das kostenlose Parken oder die eventuelle Nutzung von Busspuren etc.

                  Technisch ist dies möglich. Die Rahmenbedingungen und Umsetzungssystematik sind allerdings noch nicht vollständig geklärt.

                  Da Elektrofahrzeuge bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr leise sind, gibt es ab 2019 für alle neuen Typen von Elektrofahrzeugen ein AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System), welches die Geräusche eines Verbrenners simuliert. Dieses System wird bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h und Rückwärtsfahren aktiviert.

                  Die sogenannten Wirtschaftsverkehre – also Handwerker und Lieferdienste – machen rund ein Drittel des Verkehrs in Städten aus. Hier besteht ein großes Potenzial für Luftverbesserung und Lärmminderung. Die Routen von Paketboten, Klempnern oder Pflegediensten eigenen sich ideal für Elektrofahrzeuge. Auch der Imagefaktor als innovatives Unternehmen, das umweltbewusst unterwegs ist, ist nicht zu unterschätzen. In der täglichen Nutzung sind die Elektrofahrzeuge wegen ihrer geringeren Betriebskosten attraktiv. Größtes Hemmnis sind heute noch die hohen Kosten für die Anschaffung. Aber auch die wird mittlerweile gefördert und es gibt die Möglichkeit für Betriebe, Sonderabschreibungen vorzunehmen.

                  Ihre Fragen zu Ladeinfrastruktur, Ladesystem und Ladevorgang

                  AC (alternating current) = Wechselstrom, DC (direct current) = Gleichstrom. In unserem Stromnetz (Niederspannungsnetz) fließt Wechselstrom mit 230 V / 400 V (einphasig/dreiphasig). Batterien können aber nur mit Gleichstrom geladen werden. Deshalb muss Wechselstrom zuerst mit einem Gleichrichter zu Gleichstrom umgewandelt werden. Bei niedrigen Strömen reicht der Gleichrichter, der im Auto verbaut ist (bis 43kW). Bei höherem Strömen bedarf es einem größeren Gleichrichter, der extern in der Ladestation integriert ist. Damit kann die Ladestation direkt an das Mittelspannungsnetz angeschlossen werden und es können deutlich höhere Ladeleistungen erreicht werden (120 kW, aktuell bei Tesla, zukünftig bis 350 kW). Mit Wechselstrom kann entweder einphasig oder dreiphasig geladen werden. Bei einphasiger AC-Ladung kann mit maximal 7,4 kW und bei dreiphasiger AC-Ladung mit maximal 43 kW geladen werden.

                  Eine Wallbox/eMobil Box ist eine Ladestation für Elektroautos, die an einer Wand befestigt sind. Sie ist für den privaten Einsatz auf einem privaten Stellplatz, wie etwa in einer Garage oder einem Carport gedacht.

                  Bei beiden Geräten handelt es sich um eine Ladestation. Der wesentliche Unterschied ist, dass eine Ladesäule freistehend montiert werden kann, während die Wallbox an einer Wand oder an einer anderen Halterung befestigt werden muss. Somit werden Ladesäulen meistens im öffentlichen Raum oder auf größeren Parkflächen von Gewerbetreibenden eingesetzt. Typische Einsatzorte von Wallboxen sind Installationen an privaten Immobilien, auf Parkplatzreihen an Mauern oder bei Flottenbetreibern.

                  Vor Installation einer Ladestation an einem Stromanschluss muss ein sogenannter E-Check durchgeführt werden. Je nach dem was für eine Absicherung der Hausanschluss hat, wird die Ladeleistung eingestellt, oder die Absicherung über den örtlichen Netzbetreiber angepasst. Für die Installation einer 11 kW Wallbox bedarf es zudem einer Anzeige beim zuständigen Netzbetreibers. Die Installation der Wallbox darf ausschließlich von einer qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden, ebenso müssen Boxen mit einer höheren Leistung explizit genehmigt werden.

                  Es bedarf einen Starkstromanschluss (dreiphasiger Wechselstrom) und die Installation muss von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden.

                  Ein Elektroauto oder Plug-In-Hybridauto kann grundsätzlich an jeder Ladesäule (je nach Steckertyp) und auch an fast jeder üblichen Haushaltssteckdose geladen werden. Beachtet werden sollte, dass das Laden an üblichen Haushaltssteckdosen nicht nur deutlich länger dauern kann als an Ladesäulen oder Wallboxen, sondern auch die elektrische Eignung der dahinterstehenden elektrischen Installation geprüft werden sollte.

                  In diesem Fall kann man sich – wie bei konventionellen Fahrzeugen auch – an die bekannten Pannenhilfen wenden, die Sie zu dem nächsten Ladepunkt transportieren können. Die Batterie nimmt dabei keinen Schaden. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass das Elektrofahrzeug nicht über die angetriebene Achse abgeschleppt wird. Nähere Informationen finden Sie in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.

                  Es werden fast ausschließlich Lithium-Ionen-Batterien verwendet, die keinen Memory-Effekt aufweisen. Dadurch ist eine komplette Entladung oder Aufladung nicht notwendig – im Gegenteil: Um die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen, sollen Tiefenentladungen möglichst vermieden werden. Empfehlenswert ist eine Ladekapazität zwischen 20-80%.

                  Ja, es kann an allen öffentlichen zugänglichen Ladesäulen geladen werden. Nach der neuen Ladesäulenverordnung sind gemäß § 4 Betreiber öffentlicher Ladesäulen dazu verpflichtet, punktuelles Laden für alle Nutzer ohne Abschluss eines bindenden Vertrags zu ermöglichen. Einzige Zugangsvoraussetzung bleibt ein entsprechend passender Ladestecker.

                  Mit dem Kauf einer Ladestation werden Sie Eigentümer und können frei darüber verfügen. Ein Wechsel des Stromanbieters ist somit möglich.

                  Halböffentliche Ladesäulen sind private, zur meisten Zeit aber öffentlich zugängliche Ladesäulen. Jene Ladesäulen sind häufig nur für einen ausgewählten Nutzerkreis zugänglich. Daher kann nicht an jeder halböffentlichen Ladesäule geladen werden.

                  Beim Autokauf wird in der Regel ein für das Auto passende Ladekabel mitgeliefert. Mittlerweile hat sich in Europa der Typ-2-Stecker als Standard für AC-Ladungen durchgesetzt. Für Schnellladungen mit Gleichstrom hat sich in Europa der CCS-Stecker etabliert. Dieser ist eine technische Erweiterung des Typ-2-Steckers mit einem DC-Anschluss und somit auch für AC-Ladungen zu nutzen. Darüber hinaus gibt es noch den sogenannten CHAdeMO-Ladestecker (japanischer Standard für DC-Ladung) und den Tesla Supercharger für Tesla-Ladestationen.

                  Das Laden an einer haushaltsüblichen Steckdose kann bis zu zwölf Stunden und länger dauern. Schneller geht es an speziell für die Elektromobiliät entwickelten Ladepunkte – wie zum Beispiel an denen der Stadtwerke Schwerte. Diese haben aufgrund der vorhandenen Netzstruktur eine höhere Ladeleistung und ermöglichen ein bis zu drei Mal schnelleres Laden als zuhause.

                  Pauschal kann diese Frage allerdings nicht beantwortet werden, denn die Dauer des Ladevorgangs hängt von der Kapazität der Batterie, der Ladeleistung der Ladestation, Außentemperatur sowie der Ladeeinheit im Elektroauto ab. Zudem sollte man bedenken, dass Fahrzeuge die längste Zeit des Tages im Stand verbringen. Somit ist genügend Zeit vorhanden, um die Batterie des Fahrzeuges aufzuladen.

                  Sie können die Ladedauer für Ihr Elektroauto auch selbst berechnen: Ladedauer (in Stunden)=(Batteriekapazität in kWh)/(Fahrzeugladeleistung in kW).

                  Nach Möglichkeit sollte das Schnellladen vermieden werden. Da hier kein Spannungsausgleich zwischen den Batteriezellen erfolgt, kann es zur Beschädigung des Akkus kommen.

                  Über eine Primärspule (im Boden) wird ein Magnetfeld erzeugt, welches wiederum im Auto einen elektrischen Strom anregt. Dadurch kann das Auto kontaktlos geladen werden.

                  Der Stromfluss wird durch ein integriertes Lademanagement automatisch geregelt und beendet. Oft gibt es auch Timer im Auto oder an den Ladestationen, die den Ladevorgang automatisch beenden, wenn das Auto vollständig geladen ist.

                  Das ist prinzipiell möglich. Ohne eine separate Messung können die Stadtwerke Schwerte allerdings keine gesonderten Tankstromtarife für Nutzer anbieten. Eine smarte Netzintegration erfordert die Erfassung des zu regelnden Verbrauchers. In einer Hausgemeinschaft beispielsweise müsste der Mobilstrom für Elektrofahrzeug-Nutzer ohne separate Messung – von allen Bewohnern gezahlt werden, da Strom am Parkplatz Hausstrom ist, d. h. über den Hausstromzähler und nicht über den Zähler des einzelnen Nutzers läuft.

                  Außerdem sollte – analog zum Vorgehen bei der Installation einer Wallbox – eine Dauerbelastung des Haushaltsnetzes geprüft werden.

                  Aktuell (Stand Dezember 2019) gibt es in Deutschland ca. 24.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte (BDEW). Im April waren es noch 17.400 (BDEW). Es ist somit ein deutlicher Zuwachs der Ladestationen in Deutschland zu verzeichnen. Grund dafür sind u.a. unterschiedliche Förderungen von Bund und Ländern.

                  Während des Ladevorgangs wird das Kabel sowohl fahrzeug- als auch infrastrukturseitig verriegelt. Der Stecker kann dann weder am Ladepunkt noch am Fahrzeug gezogen werden und das Kabel ist vor Diebstahl geschützt. Sie als Fahrer entscheiden selbst, wann der Ladevorgang beendet werden soll – mit Druck auf einen Entriegelungsknopf im Auto oder am Fahrzeugschlüssel.

                  Das Laden ist in solchen Fällen auch ohne Mobilkommunikation, mithilfe einer nachträglichen Datenübertragung, möglich. Die Ladeberechtigung wird über ein auslaufendes Zertifikat erteilt, das sich bei der nächsten Online-Verbindung wieder aktualisiert.

                  Ihre Fragen zur E-Roaming-Option

                  E-Roaming bezeichnet die Kommunikation zwischen verschiedenen Ladeinfrastrukturbetreibern. Dadurch ist die Abrechnung anbieterübergreifend möglich.

                  Nein, aber wenn die technischen Voraussetzungen vorhanden sind und ein IT-Systemanbindung bereitsteht, kann jede Ladestation an eine Roaming-Plattform angebunden werden.

                  Die Roaming-Ladevorgänge werden im Rahmen Ihrer Stadtwerke-Rechnung abgerechnet. In der Regel werden diese zu jedem neuen Quartal verschickt.

                  Sie haben weitere Fragen?

                  Matthias Becker
                  Matthias Becker
                  Leiter Erneuerbare Energien
                  Energiedienstleistungen und Strom